Was mache ich bei einer Schleimbeutelentzündung? (Teil 2)

einige Palliativ- und Therapiemöglichkeiten bei einer Schleimbeutelentzündung

Sie erinnern sich? … heftige, kaum auszuhaltende Schmerzen im Schultergelenk …

Im folgenden Teil beschreibe ich ein paar Möglichkeiten, wie ich diese fatalen Symptome insbesondere die heftigen Schmerzen loszuwerden konnte:

Schmerztabletten als erste Wahl…

(Tage 1 und 2)

Nun, ich bin aus mehrerlei Gründen kein Verfechter von (Anti)Schmerzmitteln insbesondere solcher, die jede Menge Chemie beinhalten und mit entsprechenden Nebenwirkungen aufwaten. Diesmal musste ich jedoch eine Ausname machen. Ich hatte von einer früheren Verletzung noch eine fast volle Packung Ibumetin Forte 400mg* zu Hause. Ein Mittelchen in Tablettenform, das (bei mir) Schmerzen relativ gut stillt und dessen Wirkstoff Ibuprofen* (meinen) Magen-Darmtrakt nicht so stark in Mitleidenschaft zieht, wie andere Mittelchen gegen Schmerzen. Also nahm ich eine davon, um etwas Linderung dieser stechenden Schmerzen zu erfahren. Trotz relativ hoher Dosis war die Wirkung nicht recht ergiebig, sodass ich gleich in der Früh mit dem Frühstück noch eine einnahm.

Neuraltherapie mit Xyloneural* und obendrauf Voltaren*?

(Tag 2)

Mein nächster Schritt war jener zu meiner Hausärztin. Sie hatte ich vor Jahren deshalb gewählt, weil sie Ihre Patienten in (relativ) ganzheitlicher Weise betreute. So wähnte ich mich bei Ihr stets in guten Händen. Ich bat Sie, einen Blick auf meine stark angeschwollene Schulter zu machen. Bevor Sie diese jedoch begutachten konnte, musste ich Sie allerdings noch ersuchen, mir aus meinem T-Shirt zu helfen. Sie wendete nach einer kurzen Rücksprachen mit mir ein Verfahren der an die Naturheilkunde angelehnten Neuraltherapie an. Dabei bekam ich von ihr kranzförmig um die schmerzende Stelle herum das Lokalanästhetikum Xyloneural* gespritzt. Dies sollte um einen den Schmerz ausschalten und meinen Organismus zur heilenden Reaktion stimulieren. Zur Hemmung der Entzündungsreaktion sollte ich zusätzlich Voltaren schmieren und bei Bedarf nochmals Schmerz lindernde Tabletten einnehmen. Nach ein paar Tagen sollte ich mich dann wieder bei ihr melden.

Ein Tag mit gewisser Erleichterung hinsichtlich der Schmerzen ging vorüber. Ich wandte die Voltaren an und nahm vor dem Schlafen gehen noch eine Ibumetin ein.

Am nächsten Morgen leider wieder das gleiche Bild: Stechende Schmerzen und eine noch mehr entzündete und angeschwollene Schulter als am Tag zuvor. Schmerzen fast nicht mehr auszuhalten.

Nun doch Cortison*?

(Tag 3 und folgendes Wochenende)

Da meine Hausärztin freitags frei hatte, musste ich wohl oder übel meinen Plan B anwenden. Der bestand darin, meinen Orthopäden um einen Notfalltermin zu fragen. Dieser kam für wiener Verhältnisse relativ schnell zustande, sodass ich noch am selben Vormittag eine Infiltration aus Cortison* und Xyloneural* über mich ergehen lassen durfte. Selbst im äußersten Notfall – und dies war ein solcher – hatte ich an bei der Anwendung von Cortison meine Zweifel. Schließlich hatte ich am eigenen Körper schon einige Male erlebt, wie dieser Stoff auf meinen Organismus wirkte. Mit Zweifel, ob ich denn nun das Richtige in puncto Genesung getan hatte, verließ ich die Ordination. Einen neuerlichen Termin montags darauf bekam ich natürlich auch. … für eine etwaige weitere Infiltration.

Am selben Tag noch kam ich zum Schluss, dass ich meine Teilnahme an der Finalrunde der Akademischen Meisterschaft im Bogenschießen, die in der darauffolgenden Woche am Plan standen, absagen würde müssen. Genauso wie das 3D-Bogensportcamp, das ich für das Wochenende darauf eingeplant hatte.

Traurig, aber wahr, diese Entzündung kam genau zur falschen (oder doch zur richtigen?) Zeit!

Noch am selben Tag wurde ich mir der Tragweite dieser Beeinträchtigung bewusst, als ich in mein Auto stieg und zu einem Termin fahren wollte. Die Vermutung, dass trotz Infiltration das lenken schwergehen würde stellte sich als untertrieben heraus. Sobald ich mit meinem linken Arm – und das mit Servounterstützung – das Lenkrad bewegen wollte, fuhr ein stechender Schmerz durch Mark und Bein!

Spätestens jetzt gestand ich mir ein, dass diese Beeinträchtigung länger dauern und von mir einiges an Geduld und Zuwendung fordern würde.

Also stornierte ich den Termin und wandte mich der Suche nach palliativen Begleitmaßnahmen zu. In einem Telefonat mit meiner Mutter kam ich dann auf ein (altes) Hausmittelchen meiner Tante und dessen fast vergessenen, bei mir ein einer Schublade ganz weit hinten versteckten Entsprechung. Das Hausmittelchen meiner Tante war Betaisodona und die Entsprechung dazu war Ichtholan* (ja, genau, jene nach frischem Asphalt duftende, aus Kleidung nicht mehr entfernbare schwarze Paste).

Verband mit Ichtholan* als heilsame Begleitmaßnahme

(Tage 3 bis 13)

Irgendwie entschied ich mich gegen Topfen. Topfen war mein Hausmittel bei fast allen Entzündungen, doch hier wollte ich ihn irgendwie nicht anwenden. Ich hoffe sehr, dass es auch in hinkunft nicht dazu kommen wird, Topfen bei derlei Entzündung anwenden zu können.

Ein bisschen (Auffrischung der) Verbandslehre

Dreieckstuchverband Schulter

Dreieckstuchverband in der Anwendung

Dreieckstuchverband in der Anwendung

… und genau mit so einem oder so ähnlichem Dreieckstuchverband verbrachte ich von da an einige hochsommerliche Tages- und noch mehr Nachtstunden.

…und dies half!

Die Voraussetzung dafür: Relativ lange einziehen lassen (mehr als 5 Stunden), Verband oftmals wechseln, viel Geduld mit sich selber haben und tolerante, geruchsunempfindliche  Personen  in der persönlichen Umgebung.

Ich nahm zwar den Montagstermin beim Orthopäden noch war und ließ auch eine weitere Infiltration mit Cortison und Xyloneural wahr und ich bin mir sicher, dass das (hochdosierte) Cortison auch seine abschwellende Wirkung tat, doch die Therapie mit Ichtholan zog den letzten beeinträchtigenden Rest aus dem Gewebe.

Welche zusätzlichen Methoden zur weiteren Therapie ich angewendet habe und wohin mich die Suche nach den Ursachen für meine Schleimbeutelentzündung geführt hat, erfahren Sie in den nächsten Beiträgen.

 

Dieser Blogartikel ist eine Schilderung meiner Anwendungen während der Therapie, die hier erwähnten Produkte haben mir im Verlauf geholfen.

* Mittel, die bei mir geholfen haben können bei anderen Personen unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen!

* Bei medikamentösen Therapien und -Anwendungen fragen Sie jedenfalls Ihren Arzt oder Apotheker!

 

 

 

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